„Fußball ist mein Leben!“

Franz Beckenbauer sagte einmal „Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift.“ Ich habe bewusst mit einem sportlichen Zitat begonnen, weil ich heute über Fußball sprechen möchte. Hiermit möchte ich erreichen, dass mehr Leute ihren Verein in der näheren Umgebung unterstützen und öfter Fußballspiele besuchen. Warum ich möchte, dass Fußballmannschaften mehr Unterstützung bekommen? Weil die Fußballer die Motivation brauchen und kein Verein ohne Sponsoren und Fans überleben kann.

Samstagnachmittag auf einem Sportplatz an der Grenze zu Slowenien: Die gegnerische Mannschaft ist soeben eingetroffen. Im Schlepptau eine Fangemeinschaft von circa 70 Leuten. Schon ist die halbe Tribüne gefüllt. Doch was ist mit der zweiten Hälfte des Zuschauerbereichs? Wo sind die einheimischen Fußballbegeisterten? Immer weniger Menschen gehen auf den Fußballplatz. Aber warum ist das so? Ganz einfach, weil immer weniger einheimische Teenager sich sportlich betätigen. Sie sitzen lieber zu Hause vor dem Fernseher und spielen FIFA 14 auf ihrer PlayStation oder Xbox. Trotz der geringen Anzahl der ansässigen Kicker schafft man es einen 20-Mann Kader zusammen zu kratzen. Nicht selten holen Vereine Spieler von unserem Nachbarstaat Slowenien. Viele Zuschauer bekritteln dies. Des Öfteren fallen deswegen Schimpfwörter, die ich jetzt lieber nicht nennen möchte. Solche Aktionen sind für mich absolut inakzeptabel. Eine Mannschaft braucht Fans, die sie unterstützen und immer hinter ihnen stehen und keine Zuschauer, die rassistische Bemerkungen ins Spielfeld rufen. Handlungen dergleichen bewirken nur, dass die Fußballer die Freude am Kicken verlieren und die gewünschte Leistung aufgrund des Drucks nicht erbringen können. Meistens urteilt das Publikum viel zu schnell über Mannschaftsmitglieder, die nicht aus Österreich stammen. Eine Menge der Slowenen spielt schon seit dem Volksschulalter bei österreichischen Vereinen und gehört somit zum „eigenen Nachwuchs“.

Immer wieder bekommen auch die Funktionäre der Mannschaft Beschimpfungen zu hören. Einerseits, weil die informationslosen Zuschauer glauben, dass die österreichischen Fußballer benachteiligt werden und andererseits, weil kein Außenstehender den Aufwand der Funktionäre zu schätzen weiß! Was wäre ein Verein ohne seine freiwilligen Funktionäre, die wertvolle Zeit ihrer Freizeit opfern und organisatorische Sachen des Fußballvereins regeln?

Genauso wichtig wie die Funktionäre und Obmänner, sind auch die Sponsoren. Ohne Sponsoren könnte man das Ganze vergessen. Denn von welchem Geld würde man die Dressen kaufen oder die Bälle? Wie sollte man die Sportler bezahlen oder die Fans mit Speisen und Getränken verköstigen? Nicht nur der Verein hat etwas von Sponsoring, sondern die Geldgeber selbst haben auch etwas davon, nämlich Werbung.

Weiters finde ich es gut, dass man auf Fußballplätzen und sportlichen Anlagen die sozialen Kontakte aufrechterhalten kann. Nach 90 Minuten voller Spannung und Emotionen gönnt sich der ein oder andere schon mal ein Getränk in der Kantine. Dabei kann man sehr schnell in ein Gespräch über den Spielverlauf oder Ähnliches geraten. Wenn sich dann auch noch die Kicker selbst zu den Zuschauern gesellen, werden Themen wie „die gelbe Karte war absolut gerechtfertigt“ oder „der Stürmer, der das Tor zum 2:1 erzielte, war mindestens einen Meter im Abseits“ heiß diskutiert. Üblicherweise gehen die Sportler nach dem Match noch in ihr Stammlokal und feiern ihren Sieg bzw. versuchen über die Niederlage hinweg zu kommen. Dies zeigt wie sehr die Mannschaft untereinander zusammenhält. Wahre Fans begleiten ihre Mannschaft nicht nur während der 90 Minuten Spielzeit, sondern verbringen auch die sogenannte „dritte Halbzeit“ mit ihnen. Denn Fans, die bei Heim- sowie auch bei Auswärtsspielen hinter der Mannschaft stehen und sie tatkräftig anfeuern und unterstützen, sind unentbehrlich.

Ich habe Ihnen nun nur einige Gründe genannt, warum sie auf den Sportplatz gehen sollten. Aber ich hoffe, dass ich Ihnen einen kleinen Einblick in den Fußballsport geben konnte und Sie in Zukunft öfters den Verein Ihrer Gemeinde, zumindest bei einem Heimspiel, unterstützen und anfeuern werden. Zum Abschluss hätte ich nur noch eines zu sagen: Vielleicht nur ein Stück Rasen, vielleicht nur zwei Kästen mit Netz, vielleicht nur ein Stück rundes Leder, vielleicht nur 90 Minuten, aber für mich ist es mein ganzes Leben!

Autorin: Katrin Jurkowitsch

In diesem Zusammenhang sei auf folgende Veranstaltungstermine hingewiesen:
Samstag, 24.05.2014: Wüstenlauf (Hauptplatz in Bad Radkersburg)
Freitag, 20.06.2014: Dämmerschoppen am Hauptplatz in Bad Radkersburg (SG Radkersburg)
Samstag, 19.07.2014: 50 Jahr-Feier der USG Radkersburg-Laafeld am Sportplatz in Laafeld

Kommentare
1 Kommentar zu “„Fußball ist mein Leben!“”
  1. Martinecz Renate sagt:

    Liebe Katrin!
    Gratulation zu deinem tollen Text! Hut ab das so ein junges Mädchen mit so viel Herzblut an etwas anderes interessiert
    ist, als an Mode und der Computerwelt. Falls es meine Zeit erlaubt werde ich dank deines Aufrufs sicherlich wieder öfter am Sportplatz sein um deinen Verein zu unterstützen! Weiter so und danke für deine Zeilen. Martinecz Renate

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