Aqua Fitness für die Faszie

Mit mehr als 2.000 Sonnenstunden im Jahr zählt Bad Radkersburg zu den sonnenreichsten Regionen in der Steiermark. Was gibt es da Schöneres als das milde Klima in vollen Zügen zu genießen?

Die Parktherme Bad Radkersburg lockt vor allem im Frühling mit ihren bewegenden Entspannungsangeboten. Ob im 50 Meter Outdoorsportbecken mit garantierten 25 Grad Wassertemperatur oder in den besonderen Thermalwasserbecken, bewegungshungrige Gäste werden im Rahmen des Outdoorfitness-Programms mit auf den Weg in einen sportlich-angenehmen Frühling genommen. Neben Murnockerltraining, einem Powerworkout für den Rücken oder Aqua Jogging wartet das österreichweit einzigartige Aqua Fitness-Programm für die Faszie im besonderen Thermalwasser der Parktherme. Über die besondere und gesundheitsfördernde Kombination von Faszientraining im Thermalwasser spricht Markus Strini – Outdoorfitnesstrainer und zertifizierter Fascial Fitness Trainer der Parktherme Bad Radkersburg.

Was sind Faszien?
Faszien sind nichts anderes als das Bindegewebe in unserem Körper. Sie sind vergleichbar mit einem „Spinnennetz“, das Knochen, Sehnen und Muskeln umhüllt und verbindet. Würde man zum Beispiel jegliche Substanz bis auf die Faszie aus dem menschlichen Körper entfernen, bliebe die menschliche Gestalt dennoch erhalten. Sogar die Strukturen der Organe und das Geschlecht des Menschen wären noch erkennbar – kurz gesagt ein Körper im Körper.

Viele von uns kennen ja die bekannte Aussagen „Auf deinem Rücken könnte man Wäsche waschen“. Woher kommen nun eigentlich unsere Verspannungen im Körper beziehungsweise in welchem Zusammenhang steht Stress mit unserem Bindegewebe?
Heute weiß man zum Beispiel, dass in Faszien mehr Gefühls- und Schmerzrezeptoren vorhanden sind als in unserer Muskulatur. Eine Vielzahl an Nervenenden befinden sich nämlich direkt in der Faszie – im Rücken zum Beispiel haben wir die Lendenfaszie, die hochsensibel ist. Die Faszie ist ja auch gleichzeitig die Muskelhaut und in ihr gleitet jede einzelne Muskelfaser. Kommt es zu Verklebungen in diesen Schichten, wird das Gleitverhalten gestört, was zu Verspannungen führt. Man kann das mit dem Reiben glatter Seidentücher oder grober Leinen aufeinander vergleichen.
Die Faszien, also das Bindegewebe, sind ja überall in unserem Körper vorhanden. Wie trainiert man diese am besten oder leichtesten?
Trainiert man seine Faszien nicht regelmäßig, verkümmern sie. Im Kindesalter bauen sich ja elastische und netzartig angelegte Fasern auf, die sich bei Bewegungsmangel verfilzen können. Die Folge sind Verklebungen und Schmerzen – der Körper wird somit unbeweglicher. Regelmäßiges Faszientraining tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern stärkt auch den gesamten Körperbau. Aktive Trainingsreize wären beispielsweise Druck (Ausrollen), Zug (Dehnungen), Wipp- oder Sprungbewegungen. In der Parktherme Bad Radkersburg praktiziere ich mit den Gästen „Fascial Fitness“ im besonderen Thermalwasser.

Welche Rolle spielt nun das Bindegewebe für unsere Gesundheit?
Eine viel größere, als ursprünglich angenommen wurde. Der medizinische Fokus wurde nämlich vor allem auf die Muskulatur, die Knochen und die Organe gelegt. Das Bindegewebe fungierte hier lediglich als Verbindungsstoff. Heute weiß man, dass viele Stoffwechselprozesse im Bindegewebe stattfinden und viele Auslöser von Schmerzen und Krankheiten im Gewebe verborgen sind. Die Grenzen und Funktionen zwischen Bindegewebe und dem restlichen Körper sind fließend und noch lange nicht vollständig erforscht.

Warum ist das Faszientraining gerade jetzt so aktuell?
Viele Dinge, die das Bindegewebe betreffen sind ja nicht neu, aber durch die ständige Forschung wird dieses Thema immer mehr in den Vordergrund gerückt. Ein gutes Beispiel ist die Massage: Durch Drücken oder Triggern der Faszie wird von den dort ansässigen Fibroblasten die sogenannte Hyaluronsäure freigesetzt. Diese Säure kann man als Weichmacher der Faszie verstehen, die Verspannungen löst. Ähnliches passiert auch bei der Akupunktur. Die Nadeln wirken direkt an den Nervenenden der Faszie, in der die Zellen aufgrund mechanischer Reizsetzung reagieren.

In der Parktherme Bad Radkersburg spielt das besondere Thermalwasser eine bedeutende Rolle. Welchen Effekt hat das Faszientraining nun in Kombination mit dem Thermalwasser?
Jeder, der einen Aufenthalt im Thermalwasser genießt, weiß um die entspannende Wirkung auf Körper und Geist. Das Bad Radkersburger Thermalwasser ist besonders; es kommt mit 80 Grad aus zwei Kilometer Tiefe und einer Mineralisierung (Natrium, Calcium, Kalkum, Hydrogenkarbonat) von 8.000 mg pro Liter an die Erdoberfläche. Die einzigartige Zusammensetzung und die Temperatur von 34-36 Grad Thermalwassers schaffen perfekte Voraussetzungen für Faszien-Übungseinheiten im Wasser, die an Land nur schwer umzusetzen wären.

Hätten Sie vielleicht ein, zwei Tipps, wie man von zuhause aus Verspannungen und Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat am besten vorbeugt bzw. diese lindert?
Ja, bewegen Sie Ihren Körper einmal täglich in allen möglichen Variationen, wenn möglich jedes Gelenk. Beug,- Streck,- oder Drehübungen eigenen sich für Ganzkörpertraining besonders gut. Und vergessen Sie nicht, dass sich unser Körper über die Jahrtausende hinweg zu einem Bewegungsinstrument entwickelt hat und nicht zum „Homositzicus“ 
www.parktherme.at

STECKBRIEF
Markus Strini
06.01.1973
Verheiratet, 3 Kinder
Ehemaliger Triathlonprofi und Extremsportler
Diplomierter Kinderkranken- und Säuglingspfleger
Staatlich geprüfter Triathlon-, Schwimm- und Fitnesstrainer
Personal- und Mentaltrainer
Rückfragehinweis:
Stefanie Schmid: 0664 80 834504 | stefanie.schmid@parktherme.at
Markus Strini: 0664 14 50 477 | markus.strini@clubyourway.at

Kommentar schreiben

Map


Gemeinden auf einer größeren Karte anzeigen