Auszeichnung für Gasthof „Zum Lindenhof“

Unter 12 steirischen Übergabe-Schätzen wurde der Betrieb mit den tiefsten Wurzeln und der höchsten Reichweite gesucht. Drei Schwestern werden von ihren Gästen zu den SUPER.NACHFOLGERInnen 2012 gewählt: mit 31% aller Stimmen oder genau 3.361 Unterschriften und Votes gewinnt die Familie Kollmanitsch vom Gasthof „Zum Lindenhof“ in Bad Radkersburg.

Herzliches Engagement mit viel Charme
„Zum Lindenhof“ geht man nicht nur, weil die Backhendl weithin bekannt sind. Die nächste Generation hat hier das Ruder mit viel Engagement übernommen: Cornelia, Veronika und Christine Kollmanitsch kümmern sich als Trio um die Gäste des Gasthofes mit großem Logis-Betrieb. Dabei sind die Rollen gut verteilt: Conny organisiert den Küchenbereich, Christine und Veronika teilen sich die Verantwortung für das Service, die Rezeption und die Betriebsführung.
Da fiel die Entscheidung zur Nominierung auch dem Regionalstellen-Leiter der Wirtschaftskammer Steiermark Josef Majcan leicht: „Die Familie Kollmanitsch hat die Nachfolge beispielhaft gut vorbereitet: Die drei Schwestern haben schon früh begonnen, den Ausbau des Betriebes aktiv mitzugestalten. Die jungen Frauen haben sich für den familiären Teamgeist entschieden.

Bodenständige Kompetenz mit familiärem Teamgeist
Was die Eltern Veronika und Eduard aufgebaut haben, wollen die drei Töchter im Sinne der Familie weiterführen. So ergab sich nach der fachlichen Ausbildung trotz der unterschiedlichen Stärken ein gemeinsames Verständnis für Prioritäten. „Wir legen auf dieselben Sachen wert: in der Dekoration, im Ausrichten von Feiern oder wenn es einmal viel zu tun gibt.“ erzählt Christine aus dem Alltag.
Der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft wird auch durch den Sieg deutlich: der Pokal steht schon im Wintergarten und die Freude war bei allen sehr groß. Das hat sich aber schon beim Stimmen-Sammeln gezeigt: einige Gäste sind sogar wiedergekommen, weil sie vergessen hatten zu unterschreiben.

Revolution der kleinen Schritte
„Wenn der Betrieb gut funktioniert, braucht es keine große Revolution. Sicherlich haben wir Details verändert. Aber wir schätzen den Vorteil sehr, dass wir nachfragen können und auf Risikos aufmerksam gemacht werden.“ schildern die Schwestern die Chancen einer Nachfolge.
Besonders wichtig ist aus ihrer Erfahrung, sich selbst treu zu bleiben. Die wichtigste Erfahrung haben die Drei darin gemacht, selbst in jedem Bereich des Betriebs anzugreifen.

Autorin: Gabriele Mally
Fotos: Foto Fischer

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