City Check

Ein wichtiges Ziel: Die Verbindungs- Gehwege zwischen der historischen Altstadt und dem Thermenbereich in Bad Radkersburg sollen in Zukunft stärker frequentiert werden.

Unter dem Motto „Unsere Stadt, unsere Wirtschaft, unsere Zukunft“ will sich Bad Radkersburg als Bezirkseinkaufsstadt neu definieren.

Obwohl die Altstadt von Bad Radkersburg mit einem einzigartig angelegten historischen Siedlungsensemble aufwarten kann und mit einer fl orierenden Therme Gäste von nah und fern anzieht, hat die Stadt, wie sehr viele andere, mit Kaufkraftabfluss und zunehmenden Leerflächen zu kämpfen. Um diesen Entwicklungen nun effektiv entgegenzuwirken, führen die Gemeinden Bad Radkersburg und Radkersburg Umgebung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer das Projekt „Citycheck“ durch. Unter der Leitung von Bürgermeister Josef Sommer ist für die Projektsteuergruppe bei über 20 leer stehenden Geschäften das Ziel klar: Dem historischen Stadtkern soll nicht nur neues Leben eingehaucht werden, sondern man möchte Bad Radkersburg als Bezirkseinkaufsstadt Nummer eins positionieren.

Unsere Zukunft
In den vergangenen Sommermonaten wurden bereits in einer ersten „Inventur“-Phase die Potenziale des historischen Stadtkerns untersucht sowie die Sicht der Konsumenten und Unternehmer erhoben. Anfahrt, Auswahl, Auftritt und Ambiente wurden dabei als wesentliche Bausteine festgelegt, um Bad Radkersburg als attraktives Einkaufsziel neu zu definieren. Das konkrete Citycheck-Maßnahmenpaket, das innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden soll, sieht dabei in einem ersten Ansatz unter anderem die Optimierung der Verkehrs- und Fußgängersysteme vor. So werden neue Verkehrsleitsysteme errichtet und der Parkraum optimiert, aber auch zusätzliche Einbahnen und die Aufwertung der Passagen von der Therme in die Altstadt sind geplant. Zentrale Aufgabe der Projektsteuergruppe wird es laut Hans Draxler von Netz.Werk.Stadt zudem sein, bei Konsumenten und Unternehmern das Bewusstsein für eine Verbundenheit mit Bad Radkersburg zu schaffen: „Das Klima sollte klar vermitteln, dass es hier um unsere Stadt, unsere Wirtschaft und unsere Zukunft geht.“

Citygesellschaft
Um dem Kurort und insbesondere seiner Altstadt zu einer neuen Blühte zu verhelfen, sind aber auch die Hauseigentümer der leer stehenden Flächen gefragt. Das Maßnahmenpaket sieht etwa auch die Schaffung einer Citygesellschaft vor, die wie ein Einkaufszentrum mit Selbstorganisation auftritt. Wesentlich ist dabei, dass die Gemeinden, der Tourismus, die Unternehmer sowie die Hauseigentümer ihre Kräfte bündeln. Denn während ein einzelner Vermieter in der Masse laut Draxler leicht untergeht, kann eine Citygesellschaft als Gemeinschaft das Potenzial einer Stadt durch die kollektive Vermarktung effektiver nutzen – mit einem attraktiven Branchenmix aus regionaltypischer Vielfalt und Markengeschäften wird Bad Radkersburg schließlich Konsumenten aus dem ganzen Bezirk ebenso wie Unternehmer aus ganz Österreich für sich gewinnen.

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