GELEBTE NÄCHSTENLIEBE

Wie eine Frau schon über ein Viertel Jahrhundert ihre kostbare Zeit dort einsetzt, wo es am nötigsten ist.

Heuer im April wird es 26 Jahre, dass Waltraud Denk aus Tieschen, im Sozialdienst tätig ist. Sie betreut unermüdlich mit Herz und Seele einmal in der Woche die Heimbewohner im Pflegeheim Bad Radkersburg. Jeden Donnerstag wird in der kalten Jahreszeit eine Stunde im Heim gesungen. Die Lieder werden mit der Gitarre von Franz, der im Heim lebt, und von ihrem Mann, Peter begleitet.

Waltraud kennt alle Heimbewohner persönlich, für jeden hat sie ein gutes Wort, streichelt einem den Rücken, oder hält einem die Hand. Ein Schulter- klopfen, oder eine Umarmung, man merkt, dass ohne Worte viel gegeben werden kann.

Oft wird dieses Singen mit Kurzgeschichten und Witzen aufgelockert.
Im Sommer geht es dann mit den Rollstühlen quer durch die Parks und die Stadt.
Waltraud organisiert immer wieder Wanderungen für die freiwilligen Sozialarbeiter. So war das voriges Jahr 2011 eine gelungene Herbstwanderung in Tieschen, „Der Sonnengesangsweg“ von Franz von Assisi.

Im November lud sie den Herrn Haberl zum Laternenfest ein, der sein selbst geschnitzter Laterne dem Pflegeheim spendete.
Auch die Geburtstage werden von Waltraud nicht vergessen, sie denkt einfach an alles.

In unserer schnelllebigen Zeit hört man so oft: „ich habe keine Zeit“,- wie wichtig ist es gerade dann, ein bisschen Menschen Zeit zu schenken, sie, und ihre Probleme ernst zu nehmen. Denn es kann mir gut gehen, wenn auch den anderen gut geht, und nicht umgekehrt. Es müssten viele solche Waltrauds geben, dann würde es uns allen besser gehen.

Wir können Orte schaffen helfen
von denen der helle Schein der Hoffnung
in die Dunkelheit der Erde fällt.

Friedrich von Bodelschwingh

Autorin: Eva Triller Wiegisser

Kommentare
1 Kommentar zu “GELEBTE NÄCHSTENLIEBE”
  1. Erna Kratz sagt:

    Ich finde es ganz toll, dass man die Sozialgruppe erwähnt, die mit viel Herz und Einfühlsamkeit gar viele Stunden im Landesaltenpflegeheim verbringt. Es ist schön, dass Frau Denk nach Frau Steinhuber schon längere Zeit die Leitung dieser wirkl. nennenswerten Sozialgruppe des Roten Kreuzes übernommen hat und immer etwas Neues auf dem Programm hat.
    Ich weiß, wovon ich spreche und wünsche weiterhin viele erbausame Stunden für die alten Menwschen im Heim.
    Erna Kratz

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