Großer Fotograf der kleinen Welt

Im Pavelhaus ist noch bis einschließlich 19. April eine Werkschau des Triestiner Fotografen Mario Magajna (1916-2007) zu sehen.

Der leidenschaftliche Fotograf, der sein Brot als Reporter bei einer großen Triestiner Tageszeitung verdiente, hat nach seinem Tod 2007 ein Archiv von mehr als 350 000 Negativen hinterlassen, des weiteren noch unzählige Dias. So hat er in seinem langen Leben das bewegte Schicksal der Stadt Triest und ihres Hinterlandes dokumentiert. Beispielsweise hielt er die Bombardierung Triests durch die Alliierten 1944 und andere historisch bedeutsame Ereignisse mit seiner Kamera fest. Aber nicht nur das Weltgeschehen interessierte ihn, er richtete seine Linse bevorzugt auch auf Szenen des täglichen Lebens. So dokumentiert er teils sehr intime Momente, ohne jedoch voyeuristisch zu sein. Über ihn wurde einmal gesagt: „Wäre er Amerikaner gewesen, wäre er weltberühmt!“ So ist seine Bekanntheit heute eher auf Italien und Slowenien beschränkt. Mit dieser Schau soll auch in Österreich das Interesse an seinem Werk geweckt werden. Es ist auch ein Ausstellungskatalog erschienen.

Infos zu den Öffnungszeiten unter www.pavelhaus.at.

Autorin: Elisabeth Arlt
Fotos: Archiv Margajna, Volks- und Studienbibliothek, Triest

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