Historische Zeitreise

Eine Zeitreise zu Denkmälern die historische Ereignisse markieren, organisierte der Seniorenbund Bad Radkersburg unter Obmann Johann Pendl.

Der Historiker Prof. Dr. Hermann Kurahs erklärte die Hintergründe und Entstehung bei jedem Standort. Die erste Station war der Gedenkstein in St. Anna am Aigen der an die Vertriebenen und Toten aus den Gemeinden Füchselsdorf, Guitzenhof, Rothenberg und Sinnersdorf aus dem Prekmurje erinnert.

Das „Anschlussdenkmal“ in Oberschützen ist eine tempelartige Anlage aus Stein, welche die Nationalsozialisten anlässlich des Anschlusses Österreichs 1938 an das Deutsche Reich errichteten. Es gilt als das größte derartige nationalsozialistische Mal auf österreichischem Boden.

Beim Kreuzstadl in Rechnitz fand in der Nacht vom 24. auf 25. März 1945 die Ermordung von ca. 180 ungarischen Juden statt. Die Erschießung erfolgte durch die örtliche NSDAP und Helfer. Das Open Air Museum dokumentiert auf Schautafeln sowie durch Videozeugnisse und Objekte, wie es dazu kam, dass ab Herbst 1944 einheimische Zivilpersonen, Fremdarbeiter und Zwangsarbeiter zum Bau der Militärstellung „Südostwall“ gezwungen wurden. Für Zehntausende unter ihnen, Juden aus Ungarn, bedeutete das Qual und Ermordung, am Bau oder auf den Todesmärschen Richtung KZ Mauthausen. Die Gedenkstätte Kreuzstadl erinnert an dieses Geschehen, das sich so in Rechnitz zugetragen hat.

An der Seitenwand der Kirche von Abstall ist eine Gedenktafel der gefallenen aber vor allem der deutschsprachigen 1946 aus dem Abstallerbecken Vertriebenen, die ermordet oder bei ihrer Todesfahrt in Murakeresztur ums Leben gekommenen sind. Ein namentliches Gedenkbuch liegt in der Kirche auf. Da es regnete haben Prof. Kurahs und als Zeitzeuge Oberst Schaffer im Bus über die Hintergründe berichtet.

Eine berührende besinnliche Fahrt die unser „Erinnern“ und nicht „Vergessen“ einmahnt. Zum Abschluss waren wir beim Fischverein Konijšče in Apace, wo es herrliche Forellen gab.

Autor: Johann Pendl

Kommentare
1 Kommentar zu “Historische Zeitreise”
  1. Roland Hamler sagt:

    Das die Thematik Vertreibung auch heute noch ein Thema ist.

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