In diesem Haus…

„Flanieren und Radieren“, eine Freitagabend Aktion der Bad Radkersburger Gewerbetreibenden, ist ein großer Erfolg. Zahlreiche Programmpunkte erfreuen die Einheimischen und die Gäste der Stadt. Auch das „Museum im alten Zeughaus“ war an zwei Freitagen mit einem Programmpunkt vertreten.

Beatrix Vreca, die Leiterin des Museums, erzählte die bewegte Geschichte der Stadt anhand von zehn Geschichten über ausgewählte Persönlichkeiten, die in (Bad) Radkersburg vom 14. Jahrhundert bis heute lebten, arbeiteten und wirkten. Einige von ihnen sind sehr bekannt, wie beispielsweise der mittelalterliche Künstler Johannes Aquila, dessen profane Fresken in der „Pistorkaserne“ im Rahmen der Führung besichtigt wurden. Auch die berühmte „Gallerin“, die ehemalige Herrin der Riegersburg, ist ein Kind der Stadt und wurde im heutigen Bezirksgericht geboren. Was wäre heute Bad Radkersburg ohne die Arbeit des ehemaligen Bürgermeisters Alfred Merlini? Johann Puch lernte beim Schlosser Anton Gerschack am Grazertorplatz, Josef Mrak leitete die traditionsreiche „Apotheke zum Mohren“, Theresia Hauschl arbeitete als begabte Lebzelterin in der Langgasse, Carl von Herberstorff ging als bedeutendster Vertreter der Protestanten in die Geschichte der Stadt ein und ließ das heutige Obal-Haus im 16. Jahrhundert von italienischen Baumeistern umbauen. Vorgestellt wurde auch das Geburtshaus des ehemaligen Bürgermeisters Dr. Franz Kamniker, Teilnehmer der österreichischen Friedensdelegation in St. Germain. Das „Schwarzhaus“ in der Langgasse ist eines der schönsten Gebäude der Stadt, an das ehemalige Gasthaus Türkenloch und dessen Wirt Gerhard Schwarz erinnern sich viele sehr gerne. Das Portrait aller genannten Personen war mit einem kurzen Text an den Häusern zu sehen. Zur Freude der Veranstalter besuchten insgesamt rund 160 Interessierte die Rundgänge.

Autorin: Beatrix Vreca
Fotos: Karin Leitner, Monika Pfeiler, Sabine Steinhuber, Karin Varney

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