Lesung von Maja Haderlap in Laafeld

Am Dienstag, den 16. 10. 2012, 18.30 liest die Bachmann Preisträgerin Maja Haderlap im Pavelhaus aus ihrem Debütroman „Engel des Vergessens“.

Die Kärntner Autorin, Theaterwissenschafterin und Dramaturgin Maja Haderlap wurde für ihren stark autobiografisch geprägten Roman „Engel des Vergessens“ 2011 mit dem Ingeborg Bachmann Preis ausgezeichnet. „Engel des Vergessens“ ist ein Roman über die Wunden und bis in die Gegenwart reichenden Traumata, die der Faschismus auf die Kärntner Slowenen ausgeübt hat. Die Autorin, selbst Kärntner Slowenin, hat den Roman auf Deutsch geschrieben und dafür alle wichtigen deutschen und österreichischen Literaturpreise, darunter auch den Bruno Kreisky Preis für das politische Buch des Jahres erhalten.

„Ich erzähle die Erzählungen der anderen“, so beschreibt Haderlap ihre Art zu schreiben. Den Stoff für ihren Roman habe sie jahrelang mit sich herumgetragen, bis die Zeit reif war, den Text zu schreiben. „Auch weil es um eine Sache ging, die wachsen musste und wozu ich in Ruhe recherchieren musste. Das Schreiben war eine große Anstrengung.“

Im Roman erzählt die Autorin über ihre Kindheit in den 1960er Jahren in Bad Eisenkappel/ Železna kapla, ihre wichtigste Bezugsperson, die Großmutter, die selbst an ihrem Schicksal, sie war als junge Frau im KZ Ravensbrück interniert, schwer zu tragen hat. Der Vater, mit 12 Jahren einst als jüngster Partisan bezeichnet, ist für die Heranwachsende gleichzeitig eine bedrohliche als auch tragische Figur und sie beschreibt sein Scheitern aus der Rolle der Beobachterin heraus.

Maja Haderlaps Lesung wird von Rezka Kanzian moderiert.

Autorin: Elisabeth Arlt

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