Petra Zimmermann

Eine hochbegabte Schmuckkünstlerin und ihre Affinität zu Bad Radkersburg.

Wer ist Petra Zimmermann?
Sie ist 1975 in Graz geboren, besuchte das BORG in Radkersburg und maturierte dort; 1996-1998 Akademie für Kunst und Design Bratislava, Fachrichtung Schmuck und Metall bei Karol Weisslechner; 1997-2002 Universität für angewandte Kunst Wien, Meisterklasse für Bildhauerei bei Brigitte Kowanz, Diplom 2002; lebt und arbeitet in Wien.

Schmuck hat die Menschen schon immer interessiert und seine Geschichte ist so alt, wie die Menschheit.
Schmuck hat eine Signal- oder eine Symbolwirkung, er hebt das Selbstwertgefühl. Sich zu schmücken hat nicht nur mit Eitelkeit zu tun, man weiß, dass gewisse Steine magische, heilende Kräfte haben, die aus religiösen oder heidnischen Traditionen herrühren. Früher diente der Schmuck mehr zur Schaustellung von Reichtum, heutzutage dient er eher der Lebensfreude, dem Lifestyle der jungen Generation. Das 20. und 21. Jahrhundert hat den Schmuck durch neue technische Errungenschaften und Materialien neu definiert.

Und da kommt Petra Zimmermann, eine junge, experimentierfreudige, kreative Frau ins Spiel. Sie geht mit offenen Augen, sucht auf Flohmärkten, sammelt interessante Materialien, Ornamente, Edelsteine, mischt Edles mit Kunststoff zusammen und lässt ein avantgardistisches Stück aus diesem Konglomerat entstehen. Es ist nicht nur ein Schmuckstück, sondern gleichzeitig ein Kunstwerk, was da entsteht. Die eigenwillige Arbeiten; wie „Schmuck in Schmuck“ sind schon ungewöhnliche Definitionen eines Schmuckdesigns und weisen auf eine reife Handschrift hin.

Ihre Formensprache verändert sich ständig, es folgen puristische, geometrisch geformte Armreifen und Ringe, aber bald darauf entwickelte sich eine üppige, florale, organische Gestaltung. Diese Schmuckstücke schauen aus wie exotische Blüten aus dem Dschungel mit einer herrlichen Farbenpracht. Besonders erwähnenswert sind die Arbeiten von doppelter Bildlichkeit. /iconic turn/ Der Maler- Star der Gegenwart Gerhard Richter, der am 9. Febr. 2012 seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte, hat das erste Mal eine Fotografie übermalt. Ihm folgten etliche Künstler wie Sigmar Polkes oder Arnulf Rainer. Seit 1990 ist diese Maltechnik in der Gegenwartskunst offiziell anerkannt.

Wie geht Petra Zimmermann mit dieser Technik der Übermalung vor?

„Es ist tatsächlich so, dass ich an die Aulandschaft entlang der Mur dachte, als ich dieses Bild gefunden habe. Ich verwende ja hauptsächlich Zeitungsausschnitte als Material für meine Arbeiten. Die Druckfarbe des ursprünglichen Bildes wird in Kunststoff übertragen und bearbeitet, hinter-oder übermalt, das Zeitungspapier z.B. durch Blattgold ersetzt. Dass ich dieses Sujet mit einem historischen Trachtenschmuck und einem Hirschkopf kombiniert habe, ist eine bewusste Reminiszenz an meine Wurzeln.
Ich verbringe immer wieder gerne erholsame Wochenenden mit meiner Familie in Radkersburg, besonders um Freunde zu besuchen, die nach dem Studium wieder zurückgezogen sind.“

Dieser extravagante, faszinierende „Hybrid-Schmuck“ wurde schon in sämtlichen Galerien auf der halben Welt von New York bis Tokio, von Brüssel bis Padua ausgestellt, mit Preisen versehen; trotzdem ist Petra bodenständig geblieben und man hört bei ihr heraus, dass ihre Bindung zur Radkersburg echt ist und sie immer noch gerne herkommt.

Wir wünschen ihr weiterhin viel Kreativität und Erfolg!

Autorin: Eva Triller Wiegisser

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