Radkersburg im Wasserverband

Vor rund 10 Jahren wurde im Rahmen der Aktualisierung des Wasserversorgungsplanes Steiermark von der wasserwirtschaftlichen Planung des Landes in Zusammenarbeit mit allen steirischen Gemeinden und Wasserversorgern das Wassernetzwerk Steiermark initiiert.

Ziel dieses Wassernetzwerkes war durch die Herstellung von Verbindungen zwischen den einzelnen Wasserversorgern die Trink- und Nutzwasserversorgung auch in Not- und Katastrophenfällen sowie bei klimatisch bedingten Ereignissen (Trockenperioden) sicherzustellen.

Ein maßgeblicher Anteil dieses Gesamtprojektes entfiel auf die Region der Südoststeiermark, da in unserer Wassermangelregion noch Aufholbedarf zur Verbesserung der Versorgungssituation gegeben war.

Als größtes Einzelprojekt darf hier die von Graz nach Hartberg errichtete Transportleitung Oststeiermark mit einer Länge von 60 Kilometern erwähnt werden, die bereits seit 2010 in Betrieb ist.

Durch die Kapazität dieser Anlage ist es auch möglich geworden, die für den Notfall benötigten Ressourcen vom Steirischen Zentralraum über das bestehende Netz der Wasserversorgung Grenzland Südost in die Region der Südoststeiermark zu verbringen.

In dieser Studie wurde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden auch der Bereich von Halbenrain bis nach Bad Radkersburg aufgenommen und wurden sodann die sich ergebenden Möglichkeiten untersucht.

Ausgehend bzw. abzweigend vom bestehenden Netz der Wasserversorgung Grenzland Südost wurde zur Sicherung der Trinkwassernotversorgung der  Gemeinden Halbenrain, Radkersburg Umgebung und Bad Radkersburg eine leistungsfähige Verbindungsleitung von Oberpurkla bis zum Wasserwerk der Stadtgemeinde Bad Radkersburg mit einer Länge von rd. 10 Kilometern geplant.

In einem ersten Teilabschnitt haben der WV Grenzland Südost und die Mitgliedsgemeinde Marktgemeinde Halbenrain bereits im Jahre 2005 eine Verbindungsleitung von Oberpurkla bis zum Wasserwerk der Marktgemeinde Halbenrain in einer Länge von rd. 4,5 Kilometer hergestellt und ist diese Anlage seit diesem Zeitpunkt in Betrieb.

Nunmehr haben sich die Gemeinderäte der Gemeinden Radkersburg Umgebung und Bad Radkersburg entschlossen, als Vorsorge zur Absicherung der zukünftigen Erfordernisse dem Wasserverband Wasserversorgung Grenzland Südost beizutreten.

Das noch fehlende restliche Teilstück mit einer Länge von rd. 5 – 6 Kilometern soll nun im Zusammenwirken der zukünftigen Regionsgemeinde Stadtgemeinde Bad Radkersburg in Angriff genommen werden, wobei in einem ersten Abschnitt noch im heurigen Jahr die Verbindungsleitung vom Wasserwerk Halbenrain bis nach Pridahof mit der Versorgung dieses Ortsteiles erfolgen soll.

In weiterer Folge ist beabsichtigt, das Netzwerk mit Herstellung der Verbindung bis zum bestehenden Wasserwerk der Stadtgemeinde Bad Radkersburg zu schließen.

Die notwendige Transportkapazität dieser Leitung wird so gewählt, dass mit einem maximalen Durchfluss von 30 bis 35 l/s auch eine entsprechende Versorgungssicherheit für die  Stadt Bad Radkersburg mit all ihren touristischen Einrichtungen auch dann gegeben sein wird, wenn die eigene Versorgung (aus welchen Gründen auch immer) beeinträchtigt sein sollte.

Umgekehrt kann die bestehende Wasserversorgung Bad Radkersburg auch Versorgungssicherheit für andere Partner im Netzwerk leisten.

Finanzierung:

Neben der üblichen Förderung des Landes und des Bundes gemäß Umweltförderungsgesetz wird auch eine Sonderförderung des Landes in Anspruch genommen, die im Rahmen der Umsetzung des Wassernetzwerkes gewährt wird.

Kommentar schreiben

Map


Gemeinden auf einer größeren Karte anzeigen