Ramsarwanderung 2013

Anlässlich der, in der persischen Stadt Ramsar unterzeichneten, internationalen Übereinkunft zum Schutz der weltweiten Feuchtgebiete (Flüsse, Seen, Moore usw.), begeht das internationale Murschutzkomitee seit dem Jahr 2000 jährliche Wanderungen entlang von Feuchtgebieten seiner Mitgliedsstaaten (Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn).

Die heurige Wanderung findet wieder bei uns – entlang der Mur ab Laafeld und der Kutschenitza aufwärts bis Dedenitz – statt. Start (Sa 2.2.2013 – 9 Uhr Treffen) und Ziel der internationalen Wanderung ist beim Buschenschank „Hoamathaus“ in Laafeld. Das Murschutzkomitee ladet Sie herzlichst zur Teilnahme an dieser vielversprechenden Winterwanderung ein, bei der wir traditionell über 500 Freund/Innen begrüßen dürfen.

Vor einigen Jahren wurden Wanderungen an der Grenzmur noch von Wächtern argwöhnisch überwacht. Jetzt kann man sich uneingeschränkt am Ufer der Mur bewegen und auf der Nachbarseite das Gleiche beobachten. Die regulierte Mur erhält ihren alten Lebensraum zurück. Grund dafür sind die, von der Wasserwirtschaft Land Steiermark mit europäischer Kofinanzierung durchgeführten Aufweitungen wo heute wieder Fische laichen, Wasservögel brüten und die Mur sich den Schotter für ihre Sohle holen kann.

Heute ist die Österreichische und Slowenische Seite der Mur ein NATURA 2000 Gebiet.Das Murschutzkomitee, dessen oberstes Ziel eine unverstaute Mur ist, be-geht mit seinen Anhänger/Innen heuer im Rahmen der Ramsarwanderung wieder eine „Perle“ am „Grünen Band“ Europas. Die Murgemeinden Radkersburg-Umgebung, Mureck und Gosdorf sind auch dem Murschutzkomitee beigetreten um das touristische Potential der Mur am „Grünen Band“ nutzen zu können.

Nach der fertiggestellten Aufweitung Sicheldorf, an der unsere heurige Wanderung vorbei führt, wollen wir nun auch für die slowenischen Verantwortlichen ein Zeichen setzen, der Mur ihren angestammten Lebensraum zurückzugeben und nicht mehr die unprofitablen, und das einzigartige Öko-System zerstörenden Wasserkraftwerkspläne zu schmieden. Mit unserer Wanderung wollen wir ein weiteres Zeichen gegen diese Vorhaben setzen!

Wenn wir unseren Fluss bewahren wollen – muss er fließen können. In einem alten Blues-Traditional heißt es sehr treffend: “The only thing a river knows – is running to the sea”!

Autor: Andreas Breuss

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