Rotes Kreuz lässt Menschen nicht im Stich

Ab 1. Juli herrscht ein vertragsloser Zustand zwischen dem Roten Kreuz und den Krankenkassen.

Das Rote Kreuz führt pro Jahr in der Steiermark 600.000 Transporte durch. Für dabei entstehende Kosten hat laut Satzung die Steiermärkische Gebietskrankenkasse (STGKK) aufzukommen. Der dafür eingerichtete und letztgültige Tarif ist 14 Jahre alt. Eine Tarifanpassung fand in dieser Zeit nur einmal in der Höhe von 3,5 Prozent statt. Zum Vergleich: Das Maß für die allgemeine Preisentwicklung (VPI) stieg in den vergangenen Jahren um mehr als 31 Prozent, der Dieselpreis um mehr als 125 Prozent!

Weil die STGKK die Verhandlungen stellvertretend für alle Kassen führte, war das Rote Kreuz gezwungen, den Tarifvertrag mit allen Kassen zu kündigen.

Das Rote Kreuz fährt weiter – auch ohne Vertrag

Das Rote Kreuz ist auch im vertragslosen Zustand für die Bevölkerung da. Über die Rufnummer
14 8 44 können wie gewohnt Krankentransporte angefordert werden. Die „144“ bleibt die erste Wahl im Notruf. Einziger Unterschied: Die weiterhin erbrachten Leistungen können nicht mehr mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Stattdessen muss die Rechnung den Patienten übermittelt werden.

Als Beitragszahler kann man sich Kosten von seiner Sozialversicherung rückerstatten lassen! Jeder Rechnung vom Roten Kreuz sind daher ein ausführliches Informationsschreiben und eine Anleitung zur Kostenrückerstattung beigelegt.

Seitens des Roten Kreuzes bedauert man die für die Patienten entstehenden Unannehmlichkeiten zutiefst. Einzig das verantwortungslose Verhalten der STGKK zwingt das Rote Kreuz zu diesem Schritt.

Autorin: Iris Löschnigg

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